Lkw-Durchfahrverbote dürfen nicht für Rheinuferstraße und Zoobrücke gelten

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG spricht sich aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen für eine Ausnahmeregelung bei der von der Stadt Köln angekündigten Durchfahrtsverbotszone für Lkw über 7,5 Tonnen in der Kölner Innenstadt aus. Nach Berechnungen der 100-prozentigen HGK-Tochter neska ist davon auszugehen, dass diese Regelung allein bei der Container-Sparte der neska zu 1,8 Millionen zusätzlichen Lkw-Kilometer führt, wenn auch die Rheinuferstraße und die Kölner Zoobrücke unter diese Regelung fallen. Dadurch ist eine stärkere Belastung der Umwelt von bis zu 2,0 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu befürchten. Das wirtschaftliche Risiko beziffert die neska-Gruppe mit etwa 1,5 bis 2,0 Millionen Euro pro Jahr.

 

„Die neska GmbH ist über die HGK AG ein Teil des Stadtwerke Köln Konzerns. Auch dank unserer guten Ergebnisse von zuletzt mehreren Millionen Euro pro Jahr, können Gelder in den Haushalt der Stadt Köln fließen“, erklärt neska-Geschäftsführer Dr. Jan Zeese. „Der kombinierte Verkehr, also die Verknüpfung aller Verkehrsträger, ist eine der großen Stärken der neska. Unser Ziel ist dabei, möglichst viele Streckenkilometer von der Straße auf die Schiene und die Wasserstraße zu verlagern. Durch eine generelle Verbotszone können sich Spediteure aber animiert fühlen, direkte Lkw-Verbindungen zu etablieren, ohne unsere ökologisch sinnvolleren Angebote mit Schiff und Bahn zu nutzen“, so Dr. Zeese weiter.

Der neska-Geschäftsführer schlägt vor, im Bereich der Rheinuferstraße und der Zoobrücke Ausnahmeregelungen für den kombinierten Verkehr zu schaffen. „Wir unterstützen ausdrücklich das Bestreben der Stadt Köln, die Belastung der Region mit Feinstaub und Stickstoffdioxid zu verringern. Wir verstehen uns als Teil der Lösung, um den Güterverkehr in Köln und der Region ökologisch sinnvoll und zukunftsfähig zu gestalten. Damit dies möglich ist, müssen aber unsere Terminals gut erreichbar bleiben und der Transport über die Anlagen in Niehl für Handel- und Industrieunternehmen der Region logistisch und wirtschaftlich attraktiv sein. Das ist nur gewährleistet, wenn es kein Lkw-Verbot auf Rheinuferstraße und Zoobrücke gibt“, sagt Dr. Zeese.


Container-Verkehre beispielsweise aus dem rechtsrheinischen Köln oder dem Kölner Süden werden auch in Zukunft stattfinden. Bei einem Verbot, das Rheinuferstraße und Zoobrücke einschließt, wird die Ware dann aber auf voraussichtlich deutlich längeren Routen oder nicht mehr mit Binnenschiff oder Güterzug, sondern direkt per Lkw durch das Kölner Stadtgebiet transportiert.

Uwe Wedig, Vorsitzender des Vorstands der HGK AG, unterstützt ausdrücklich den Vorschlag der neska: „Als Logistik-Holding im Stadtwerke Köln Konzern tragen wir auch Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Eine Ausnahmeregelung in dem genannten Bereich ist für mich unter Berücksichtigung der ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte zwingend.“

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